Spinalkanalstenose
Wir sind spezialisiert auf minimalinvasiven Operationsverfahren der Hals- und Lendenwirbelsäule. Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch im MVZ Bandscheibenpraxis in Gensingen.
Inhaltsverzeichnis
- Spinalkanalverengung: Was versteht man unter einer Spinalkanalstenose?
- Ursachen: Welche Faktoren die Einengung der Nerven im Spinalkanal hervorrufen
- Wie wir die Wirbelkanalverengung diagnostizieren
- Konservative Behandlungen reichen bei einer Spinalkanalstenose in vielen Fällen aus
- Schlüsselloch-OP: Operation der Wirbelkanalstenose in der Bandscheibenklinik in Gensingen
- Ergänzende Therapien: Akupunktur oder Yoga
- Prognose und Langzeitverlauf
- Häufige Fragen
Wenn die Nerven unter Druck stehen
Haben Sie seit geraumer Zeit schleichende und andauernde Rückenschmerzen? Spüren Sie den Schmerz manchmal sogar bis ins Bein? Dann könnte die Ursache eine Spinalstenose sein. Bei dieser Diagnose handelt es sich um eine Verengung des Spinalkanals, die relativ häufig auftritt. So weisen nach radiologischen Kriterien etwa 21 % aller Patienten über 60 Jahre eine lumbale Spinalkanalstenose auf.
Spinalkanalverengung: Was versteht man unter einer Spinalkanalstenose?
Die Spinalkanalverengung kann in drei verschiedenen Wirbelsäulenabschnitten vorkommen:
| Wirbelsäulenabschnitt | Art der Wirbelkanalstenose |
|---|---|
| Halsbereich, Halswirbelsäule (HWS) | Zervikale Spinalkanalstenose |
| Brustbereich, Brustwirbelsäule (BWS) | Thorakale Spinalkanalstenose |
| Unterer Rücken, Lendenwirbelsäule (LWS) | Lumbale Spinalkanalstenose |
Der betroffene Wirbelsäulenabschnitt bestimmt die Symptome der Wirbelkanalstenose
Alle drei Arten der Spinalkanalverengung teilen sich folgende Symptome: Schmerz, Schwäche und Probleme beim Gehen. So kann das Treppensteigen mit Spinalkanalstenose z. B. aufgrund der Beinschmerzen schnell ein schweres Hindernis darstellen. Davon abgesehen unterscheiden sich die Symptome jedoch.
Symptome der zervikalen Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule sind
- ausstrahlende Schmerzen,
- Lähmungen und
- Sensibilitätsstörungen der Arme.
- Rückenschmerzen,
- Schmerzen oder Taubheitsgefühl im Brustbereich,
- Magen-Darm-Beschwerden und
- Atemprobleme.
Symptome der lumbalen Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (Stenose der LWS) sind
- Rückenschmerzen,
- Beinschmerzen,
- Schwäche in den Beinen und
- Probleme beim Stehen und Gehen.
Lassen Sie sich beraten
Sie vermuten, dass eine Wirbelkanalstenose hinter Ihren Beschwerden steckt? Vereinbaren Sie einen Beratungstermin im MVZ Bandscheibenpraxis.
Ursachen: Welche Faktoren die Einengung der Nerven im Spinalkanal hervorrufen
Eine Spinalkanalverengung kann angeboren (primäre Spinalkanalstenose) oder erworben (sekundäre Spinalkanalstenose) sein.
Die primäre Spinalkanalstenose
Die sekundäre Spinalkanalstenose
- Verschleiß
- körperliche Belastung
- aufrechter Gang
- Übergewicht
- Bandscheibenvorfall
„Beim Bandscheibenvorfall verliert vor allem bei älteren Personen der Bandscheibenkern deutlich an Höhe und gleitet aus seiner Hülle (Anulus fibrosus) in den Spinalkanal. Die Wirbelkörper rücken dadurch näher zusammen. Die abgerutschte Hülle wölbt sich vor und engt das Rückenmark im Wirbelkanal ein. Die verstärkte Belastung auf die Wirbel bewirkt dann eine zunehmende Verknöcherung der Wirbelsäule.“
Dr. med. Hartmut Gumprecht – Facharzt für Neurochirurgie an der Bandscheibenklinik Gensingen.
Neben der Verknöcherung der Wirbelsäule kommt es zu einer sog. ventralen Abstützreaktion. Bei dieser Abstützreaktion der Wirbelsäule baut der Wirbelkörper seitlich zum Rückenmarkskanal Knochen an, um den erhöhten Druck auszugleichen. Das Ergebnis ist eine Verengung des Spinalkanals, wodurch auch die naheliegenden Nerven eingeengt werden (Nervenkompressionssyndrom).
So kann ein Bandscheibenvorfall auch in eine Spinalkanalstenose münden.
Wie wird die Wirbelkanalverengung diagnostiziert
Die Diagnose der Spinalkanalverengung basiert auf einer gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung, einschließlich neurologischer Tests zur Beurteilung von Symptomen wie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Es werden bildgebende Verfahren verwendet, wie
- Computertomografie (CT),
- die Magnetresonanztomografie (MRT) und
- Röntgenaufnahmen.
Mit diesen Verfahren können die Enge des Spinalkanals dargestellt und strukturelle Veränderungen wie Bandscheibenvorwölbungen, Spondylophyten und Facettengelenksarthrose identifiziert werden.
Eine genaue Abstimmung der klinischen Symptome mit den radiologischen Befunden ist erforderlich, um die klinische Relevanz der Engstellen zu bewerten und andere mögliche Ursachen auszuschließen.
Buchen Sie einen Termin
Sie vermuten, dass Sie unter einer Spinalkanalverengung leiden? Vereinbaren Sie einen Termin!
Konservative Behandlungen reichen bei einer Spinalkanalstenose in vielen Fällen aus
Stufenlagerung: Beine hoch für die schnelle Rückenentlastung
- Legen Sie sich flach auf den Rücken.
- Platzieren Sie die Beine auf eine Erhöhung wie z. B. einem Kissen.
- Bilden Sie mit den Knien einen rechten Winkel.
Hinweis: Achten Sie bei der Stufenlagerung darauf, den unteren Rückenbereich bewusst auf den Boden zu drücken. Es darf kein Hohlkreuz entstehen.
Medikamente können andere Therapien ergänzen
Die medikamentöse Behandlung der Spinalkanalverengung umfasst:
- entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol
- Nervenschmerzmittel
- Muskelrelaxanzien
Bei Bedarf kann das MVZ Bandscheibenpraxis in Mainz oder Gensingen entzündungshemmende Injektionen mit Kortison oder Glukokortikoiden in den Rückenmarkskanal durchführen.
Abhängig von Ihren Beschwerden kann der Einsatz von Medikamenten stufenweise gesteigert werden.
Wärmebehandlungen und Massagen
Aufgrund dessen müssen wir die Ursache gezielt mit einer ganzheitlichen Behandlung angehen. Diese umfasst unter anderem Übungen zur Stärkung und Dehnung der Muskulatur.
Physiotherapie bei Spinalkanalstenose: Drei Übungen, die Ihnen helfen können
Krankengymnastische Übungen können die Beschwerden einer Spinalkanalverengung effektiv lindern. Wir stellen Ihnen drei Übungen gegen die Spinalkanalstenose vor.
Nackendehnung bei Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule (HWS)
- Setzen Sie sich auf einen Stuhl.
- Greifen Sie mit der linken Hand hinten unter die Sitzfläche.
- Neigen Sie Ihren Kopf nach rechts.
- Bewegen Sie Ihr Kinn dabei in Richtung der linken Brust, bis Sie eine Dehnung in der linken Nackenmuskulatur spüren.
- Halten Sie diese Position für 30 Sekunden bis eine Minute.
- Wechseln Sie danach die Seite. Wiederholen Sie die Übung dreimal.
Knie zur Brust zur Dehnung des Rückens und Gesäßes
Diese Übungen dehnen die Muskulatur im unteren Rückenbereich sowie im Gesäß und lindern so die Spinalkanalstenose.
- Legen Sie sich auf den Rücken.
- Ziehen Sie ein Knie zur Brust.
- Halten Sie das Knie mit beiden Händen fest und die Position für ca. 20 Sekunden.
- Wechseln Sie dann das Bein.
- Wiederholen Sie die Übung dreimal.
Bauchpressen zur Stärkung der Bauchmuskeln
Starke Bauchmuskeln unterstützen die Stabilität der Wirbelsäule bei einer Stenose.
- Legen Sie sich auf den Rücken und beugen Sie die Knie, während die Füße flach auf dem Boden stehen.
- Legen Sie die Hände hinter den Kopf oder über der Brust.
- Heben Sie den oberen Rücken leicht an, indem Sie Ihre Bauchmuskeln anspannen, und senken Sie ihn dann wieder ab.
- Wiederholen Sie diese Übung dreimal.
Achtung: Verwenden Sie bitte ausschließlich die Bauchmuskeln und ziehen Sie sich möglichst nicht mit den Armen oder Ihrem Nacken nach oben.
Ist die Einengung des Spinalkanals bereits fortgeschritten, hilft die Wirbelsäulenchirurgie.
Schlüsselloch-OP: Operation der Wirbelkanalstenose in der Bandscheibenklinik in Gensingen
„Ist eine Spinalkanalstenose symptomatisch relevant, ist eine operative Erweiterung des Spinalkanals eine sinnvolle Therapie, um die Schmerzproblematik und Lebensqualität zu verbessern.“
Dr. med. Hartmut Gumprecht – Facharzt für Neurochirurgie an der Bandscheibenklinik Gensingen.
Bei der OP einer Spinalkanalverengung (vor allem im Alter) muss in der Regel kein Bandscheibenmaterial entfernt werden. In der Bandscheibenklinik in Gensingen erweitern wir mittels Hochfrequenz-Mikrodiamantfräsen den Wirbelkanal durch teilweises oder vollständiges Abnehmen eines Halbbogens. Durch Unterfräsen des Dornfortsatzes können wir auch die Gegenseite durch die sogenannte „funktionelle Laminektomie“ erweitern.
- weniger Risiko von Instabilität
- geringeres Auftreten von Infektionen
- geringeres Auftreten von Nervenverletzungen
- geringeres Auftreten von Nachblutungen
- Schonung der umliegenden Muskulatur
- Verkürzung der Erholungszeit
- schnelle Wiederherstellung der Gehfähigkeit
Die Bandscheibenklinik Gensingen führt diese „Schlüsselloch-OP“ an der Hals- und Lendenwirbelsäule durch.
Leiden Sie an Spinalkanalstenose?
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin im MVZ Bandscheibenpraxis.
Ergänzende Therapien: Akupunktur oder Yoga
Zuletzt können Akupunktur und Yoga ebenfalls die Schmerzen lindern und die Flexibilität und Beweglichkeit Ihrer Wirbelsäule bei einer Stenose verbessern. Während Akupunktur den Energiefluss im Körper ausgleichen kann, stärken Yoga-Übungen Ihre Muskulatur. Beide Therapieformen können als Teil einer ganzheitlichen Therapie bei Spinalstenose Abhilfe schaffen.
Prognose und Langzeitverlauf
Sollten Sie sich dafür entscheiden, Ihre Spinalstenose nicht behandeln zu lassen, so verläuft die Entwicklung der Stenose generell langsam. Je nach Ursache können Ihre Schmerzen dabei allmählich zunehmen, jedoch genauso wieder abnehmen. Das kann jedoch nur nach einer Untersuchung bei erfahrenen Fachärzten mit Sicherheit gesagt werden. Oft genügt bereits eine konservative Therapie für ein beschwerdearmes Leben.
FAQ: Spinalkanalstenose bzw. Spinalkanalverengung
Was hilft gegen Schmerzen bei Spinalkanalstenose?
Bei Beinschmerzen, Rückenschmerzen oder anderweitigen Schmerzen durch eine Spinalstenose können wir entzündungshemmende Schmerzmittel, Nervenschmerzmittel, muskelentspannende Medikamente und entzündungshemmende Injektionen einsetzen. In besonders schweren Fällen können opioidhaltige Schmerzmittel erwogen werden.
Zusätzlich können Physiotherapie und Bewegungstherapie zur Schmerzlinderung beitragen.
Was ist eine Spinalkanalstenose?
Bei einer Spinalkanalstenose handelt es sich um eine Verengung des Spinalkanals, durch den das Rückenmark verläuft. Dadurch kann es zu Druck auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln kommen, was zu Schmerzen, Taubheit und Schwäche in den betroffenen Bereichen führen kann. Gangstörungen gehören ebenfalls zu den häufigeren Symptomen.
Welchen Grad der Behinderung (GdB) hat man bei einer Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (LWS)?
Der Grad der Behinderung (GdB) bei einer Spinalkanalstenose bzw. Stenose der Lendenwirbelsäule (LWS) variiert je nach Symptomen und funktionellen Einschränkungen. Laut Anlage zu § 2 VersMedV kann beispielsweise ein GdB von 20 bei mittelgradigen funktionellen Auswirkungen in einem Wirbelsäulenabschnitt angemessen sein. Besonders schwere Symptome wie Geh- und Stehunfähigkeit können hingegen einen GdB von 80-100 begründen.
Wie lange spüre ich Schmerzen nach der Spinalkanalstenose-OP?
Nach der Operation einer Spinalkanalstenose können Schmerzen im Bereich der Operation auftreten, die wir mit Schmerzmitteln behandeln. Die ursprünglichen Beinschmerzen verbessern sich normalerweise sofort. Es kann jedoch bis zu 6 Wochen dauern, bis Ihre allgemeinen Schmerzen und Müdigkeit nach der Operation ganz abklingen.
Wann muss eine Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule (HWS) operiert werden?
Eine Operation der Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule (HWS) ist sinnvoll, wenn konservative Behandlungen nicht ausreichend sind und starke Symptome wie neurologische Ausfälle, ausgeprägte Schmerzen oder Muskelschwäche vorliegen. Die minimalinvasive Schlüsselloch-OP in der Bandscheibenklinik in Gensingen erweitert den Wirbelkanal, reduziert Risiken und ermöglicht eine schnelle Erholung und Wiederherstellung Ihrer Gehfähigkeit.
Termin vereinbaren!
Leiden Sie am Bandscheibenvorfall oder Spinalkanalstenose an der Lenden- oder Halswirbelsäule? Vereinbaren Sie einen Beratungstermin im MVZ Bandscheibenpraxis in Gensingen oder Mainz.